THW-LANDESJUGENDLAGER UND LANDESWETTKAMPF AUF DEM SELBER GOLDBERG
Absoluter Rekord: Über 900 Teilnehmer

Seit Samstag dominiert auf dem Goldberg in Selb nur noch eine Farbe: das Blau des Technischen Hilfswerkes (THW). 915 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren aus 50 THW-Ortsverbänden sind gekommen, um am Landesjugendlager des THW Bayern teilzunehmen und sich im Landeswettkampf zu messen. Und dies, so der Landesjugendleiter Andre Stark bei seiner Begrüßung am Samstagabend, ist absoluter Rekord.

 

SELB – Trotz Nieselregen ist die Stimmung am Samstagabend gelöst, aus den vielen großen Zelten dringt Musik, draußen werden die letzten Zelt-Heringe in den Boden geschlagen, Frisbees, Volleybälle und Fußbälle fliegen durch die Luft. Aus einer Unterkunft dringt zwar nicht sehr melodisch, aber dafür sehr laut und fröhlich ein an Selb angepasster AC/DC-Klassiker: „Highway to Selb“ – Zeltlager-Atmosphäre eben.

Aus ganz Bayern sind die Jugendgruppen angereist, um auf dem Selber Goldberg eine ganze Woche zu verbringen. Auf dem Parkplatz stehen die Mannschaftsbusse und -wagen in Reih und Glied, die Küche im Kantinenzelt ist besetzt, überall laufen geschäftig Helfer umher und suchen einen Schraubenschlüssel, eine Zange, ein Verlängerungskabel. Aber bei all dem wirkt die Szene sehr organisiert. Jeder weiß offensichtlich, was er zu tun hat oder wo seine Hilfe gefragt ist.

Hinter den Aktiven des Selber THW liegt eine anstrengende Woche. Sie waren für die Organisation und die Logistik für dieses alle zwei Jahre stattfindende Großereignis verantwortlich. Begonnen wurde mit der Planung bereits vor zwei Jahren, richtig ernst wurde es dann Anfang des Jahres. Und seit Beginn der vergangenen Woche waren die Selber täglich auf dem Goldberg, um alles vorzubereiten.

Und sie haben ihre Sache sehr gut gemacht, lobt Andre Stark die Selber bei der offiziellen Begrüßung. Der Applaus ist dementsprechend laut. Stark begrüßt alle Jugendgruppen einzeln. Die antworten ihrerseits mit begeistertem Gejohle.

Es ist eine kurze Begrüßung, dem Anlass angemessen. Außer Stark wünschen auch der THW-Landessprecher Rudi Skalitzky und der Selber Ortsbeauftragte Udo Winkler den Teilnehmern eine schöne Woche und ein erfolgreiches Abschneiden beim Wettbewerb am Sonntag. Die anderen Offiziellen – so etwa der Vizepräsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Manfred Matties, der Landesbeauftragte Dietmar Löffler oder der stellvertretende Bundesjugendleiter Jürgen Redder – beschränken sich aufs Applaudieren.

Der Sonntagvormittag beginnt bei strahlendem Sonnenschein ebenfalls recht ruhig. Kein Wunder, dürfte die Nacht für die meisten Jugendlichen doch eher kurz gewesen sein. Allmählich steigt aber die Spannung, die einzelnen Stationen für den Landeswettkampf werden aufgebaut, Ausrüstung wird überprüft und hergerichtet, die ersten Prominenten finden sich ein. Am Eingang zum Goldberg ist schweres Gerät aufgebaut, die zahlreichen Zuschauer haben erst einmal was zu schauen.

Nach dem Mittagessen begann dann der elfte Landeswettkampf der THW-Jugend, der sich bis zum Abend hinzog. Über die Ergebnisse werden wir noch berichten.

Text und Fotos: Andreas Godawa

Frankenpost, 01. August 2005