Großübung des THW nach „Erdbebeben“
auf „SpitaIöd“
Ernstfall geprobt / 25 Fahrzeuge und
110 Helfer im Hilfseinsatz
WEIDEN (hfr). Die Machtlosigkeit des Menschen gegenüber Naturkatastrophen macht gerade das Erdbeben. das vor einigen Tagen Japan erschütterte mehr als deutlich. Welche Hilfsmaßnahmen in solchen Fällen notwendig sind, stellte der Bayerische Landesverband des Technischen Hilfswerks München als Ausrichter eines simulierten Bebens am Samstag auf dem ehemaligen Gelände des Tanklagers der Bundeswehr auf der „Spitalöd“ eindrucksvoll unter Beweis.
85 Katastrophenhelfer der THW-Geschäftsstelle Hof, sie kamen aus Bayreuth, Kronach, Naila, Marktredwitz und Hof, waren mit über 25 Fahrzeugen an den Rettungs- und Aufräumarbeiten, die sich bis in die späten Nachmittagsstunden hinzogen, beteiligt. Für die Organisation zeichnete ein 25-köpfiges der THW Weiden mit seinem Ortsbeauftragten Heinrich Günther
und dem Helfer Für Öffentlichkeitsarbeit Thomas Schiller verantwortlich.
Vierwöchige Knochenarbeit
Die Weidener Ortsgruppe hatte bereits Im Vorfeld der Übung in vierwöchiger „Knochenarbeit“ das Übungsgelände mit entsprechenden Objekten, unter anderem eingestürzten Hauser und Trümmerfelder, für eine nahezu wirklichkeitsgetreue Simulierung eines erfolgten Erdbebens präpariert. Unter Berücksichtigung der Infrastruktur wurden Wasseranlagen aufbereitet, entsprechende Förderungsstellen eingerichtet, sowie eine biologische und elektronische Ortung durchgeführt. Das Erstellen von Behelfsunterkünften, ein beleuchteter. Verbandsplatz und die wichtige Notaufnahme-Registratur gehörten zu den weiteren Maßnahmen der THW-Großübung.
Hunde zeigen ihr Können
Nicht
unerwähnt sollte die Hundestaffel bleiben, die maßgeblich an der Lebensrettung
verschütteter Personen beteiligt war. Auch das BRK mit einem unter Beweis, dass
das THW für solche Notfälle bestens gerüstet ist. Ein besonderes Lob gebührt
natürlich den THW-Einsatzhelfern der Geschäftsstelle Hof und der Ortsgruppe
Weiden, die trotz strömenden Regens voll hinter dieser Rettungsübung standen.
Oberpfälzer Nachrichten 09.10.2000